Selbstständige im Homeoffice haben zwei Stellschrauben: den Verbrauch und die Steuer. Und eine dritte, die beide schlägt: den Tarif.
Von Claudia Büchler · 4. September 2026 · Lesezeit 4 Minuten
| Setup | Leistung | Kosten pro Jahr (WEMAG) |
|---|---|---|
| Laptop + 2 Monitore | ca. 30 W + Monitore | ca. 41–42 € |
| Desktop-PC + Monitor | deutlich höher | ca. 124,50 € |
| Zusätzlicher Monitor | – | ca. 20 € |
| Smartphone laden | – | ca. 1,25 € |
Ein 8-Stunden-Tag am Laptop-Setup verbraucht laut WEMAG etwa 0,67 kWh – rund 17 Cent. Aufs Jahr gerechnet ist der Homeoffice-Arbeitsplatz also ein zweistelliger bis niedriger dreistelliger Betrag. t-online beziffert die Mehrkosten durch Homeoffice auf bis zu 94 Euro jährlich.
Bis zu 1.260 Euro im Jahr (6 Euro pro Tag, max. 210 Tage) können als Werbungskosten bzw. Betriebsausgabe angesetzt werden – ohne separates Arbeitszimmer. Wer ein echtes Arbeitszimmer hat, das den Mittelpunkt der Tätigkeit bildet, kann alternativ die anteiligen tatsächlichen Kosten inklusive Strom ansetzen. Was für dich günstiger ist, klärt dein Steuerberater – wir geben hier keine Steuerberatung.
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Bevor du irgendetwas änderst, lohnt eine grobe Bestandsaufnahme. Du brauchst dafür nur die Leistungsaufnahme deiner Geräte in Watt und die Stunden, die sie laufen.
Die Formel: Watt mal Stunden geteilt durch 1.000 ergibt die Kilowattstunden. Mal deinem Arbeitspreis ergibt die Kosten.
| Gerät | Typische Leistung | 8 h täglich, 220 Tage | bei 25 ct |
|---|---|---|---|
| Notebook | ca. 30 W | ca. 53 kWh | rund 13 € |
| Notebook mit externem Monitor | ca. 60 W | ca. 106 kWh | rund 26 € |
| Desktop-PC mit Monitor | ca. 150 W | ca. 264 kWh | rund 66 € |
| Leistungsstarker PC, zwei Monitore | ca. 250 W | ca. 440 kWh | rund 110 € |
| Router, dauerhaft | ca. 10 W | ca. 88 kWh im Jahr | rund 22 € |
Die Werte sind Richtgrößen; dein Gerät kann abweichen. Ein Messgerät für die Steckdose kostet wenig und liefert dir den echten Wert in einer Woche.
1. Der Arbeitspreis. Er wirkt auf jede einzelne Kilowattstunde in der Tabelle oben. Wer von 31 auf 22 Cent kommt, senkt alle Positionen um fast ein Drittel – ohne ein Gerät anzufassen.
2. Die Hardware. Der Sprung vom Desktop zum Notebook ist der größte einzelne Hebel auf der Geräteseite. Wenn ohnehin ein Neukauf ansteht, ist das der Moment für die Entscheidung.
3. Die Dauerlast. Alles, was rund um die Uhr läuft, kostet mehr als Geräte, die acht Stunden laufen. Eine schaltbare Steckerleiste für Drucker, Dockingstation und zweiten Monitor ist die billigste Maßnahme auf dieser Liste.
Wer zusätzlich wissen will, welche Haushaltsgeräte außerhalb des Arbeitsplatzes ins Gewicht fallen, findet das auf unserer Seite zu Strom sparen im Haushalt und Homeoffice.

Claudia BüchlerOnline-Business-Mentorin. Mehr über die Redaktion