Kostenfreier Check
Stand: September 2026

Du zahlst zu viel für Strom.
Wahrscheinlich seit Jahren.

Bestandskunden zahlen im Schnitt rund 31 Cent pro Kilowattstunde, neue Kunden bekommen Stromtarife ab 19 Cent. Der Unterschied ist kein Zufall: Die Anbieter rechnen damit, dass du deinen Stromvertrag nie wechselst. Hier erfährst du, wie der Stromanbieterwechsel abläuft, welche Kündigungsfrist gilt und wie du dauerhaft sparen kannst – ohne in die Bonusfalle zu laufen.

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Stromanbieterwechsel in 5 MinutenNeuer Anbieter übernimmt das KündigenKein Stromausfall möglichUnabhängige Filter-Anleitung

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Strompreise 2026 auf einen Blick

Die Spanne zwischen dem, was Bestandskunden zahlen, und dem, was neue Kunden bekommen, ist der Grund, warum sich ein Stromanbieterwechsel fast immer lohnt – und warum du dabei spürbar sparen kannst.

31,1 ctBundesdurchschnitt Bestandskunden pro kWh
24,8 ctDurchschnittlicher Neukundenpreis nach Wechsel
ab 19 ctGünstigste Neukundentarife (mit Bonus gerechnet)
15–39 %Realistische Ersparnis durch Wechsel

Quelle: strom-report.com, Stromvergleich September 2026; Stiftung Warentest (Erhebung 2025: ø ca. 35 ct, Neukunden unter 30 ct). Werte variieren je nach Netzgebiet und Verbrauch.

→ Zum vollständigen Strompreis-Report 2026

Wann du den Stromanbieter wechseln solltest

Nicht jeder muss sofort wechseln. Aber wenn einer dieser fünf Punkte auf dich zutrifft, lohnt sich der Vergleich der aktuellen Stromtarife fast immer.

  1. Du bist in der GrundversorgungDann zahlst du mit hoher Wahrscheinlichkeit den teuersten Preis im Markt. Wer noch nie gewechselt hat, spart durch einen Anbieterwechsel oft mehrere hundert Euro im Jahr.
  2. Dein letzter Wechsel liegt über zwölf Monate zurückNach Ablauf des ersten Vertragsjahres fällt bei Bonustarifen der Rabatt weg. Wer dann nicht wechselt, zahlt plötzlich deutlich mehr, ohne dass sich am Vertrag etwas geändert hätte.
  3. Du hast ein Preiserhöhungsschreiben bekommenDamit entsteht ein Sonderkündigungsrecht. Genau der richtige Moment, um Stromtarife zu vergleichen und zu wechseln – auch dann, wenn dein Anbieter nur leicht erhöht.
  4. Dein Verbrauch hat sich verändertHomeoffice, Nachwuchs, Wärmepumpe oder ein E-Auto verändern deinen Stromverbrauch spürbar. Ein Tarif, der vor zwei Jahren gut war, passt dann rechnerisch nicht mehr.
  5. Du willst auf Ökostrom umstellenEchter Ökostrom mit Siegel kostet in der Regel nicht mehr als konventioneller Strom. Wer ohnehin wechselt, kann beim Anbieterwechsel gleich umstellen und dabei sparen.
Faustregel: Einmal im Jahr Stromtarife vergleichen, am besten mit einer Erinnerung elf Monate nach Vertragsbeginn. Fünf Minuten Aufwand, im Schnitt ein dreistelliger Betrag Ersparnis – und deutlich mehr, wenn du bisher nie gewechselt hast.

Wie viel Strom verbrauchst du im Jahr?

Dein Stromverbrauch in kWh steht auf der letzten Jahresabrechnung. Ohne diesen Wert ist jeder Vergleich eine Schätzung – und du zahlst am Ende für einen Tarif, der nicht zu deinem Stromverbrauch passt. Je genauer du deinen Stromverbrauch kennst, desto mehr kannst du sparen.

HaushaltWohnungHausMit HomeofficeJahreskosten bei 31 ct
1 Person1.300–1.500 kWh2.000–2.500 kWh+300–500 kWhca. 400–465 €
2 Personen2.000–2.500 kWh3.000–3.500 kWh+300–500 kWhca. 620–775 €
3 Personen3.000–3.500 kWh3.800–4.500 kWh+300–500 kWhca. 930–1.085 €
4 Personen4.000–4.250 kWh4.500–5.000 kWh+300–500 kWhca. 1.240–1.320 €

Richtwerte ohne elektrische Warmwasserbereitung. Durchlauferhitzer, Wärmepumpe oder E-Auto erhöhen den Stromverbrauch deutlich – dann gehören sie separat in die Rechnung.

Warum der Stromverbrauch über deinen Tarif entscheidet: Jeder Stromtarif hat zwei Preisbestandteile – einen Grundpreis pro Monat und einen Arbeitspreis pro kWh. Bei kleinem Verbrauch fällt der Grundpreis stark ins Gewicht: 15 € statt 8 € monatlich sind bei 1.500 kWh im Jahr ein Aufschlag von 5,6 ct pro kWh. Bei 4.500 kWh sind es nur 1,9 ct. Kleine Haushalte achten also auf den Grundpreis, große auf den Arbeitspreis.

Stromanbieterwechsel: Was in deinem Vertrag wirklich zählt

Vier Punkte entscheiden darüber, ob du in einem Jahr wieder zu viel zahlst: Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist, Preisgarantie und Sonderkündigungsrecht. Prüfe sie, bevor du einen neuen Stromvertrag abschließt.

📅

Vertragslaufzeit

Zwölf Monate sind der richtige Wert. Kürzere Laufzeiten sind meist teurer und bieten keinen Preisschutz. Bei 24 Monaten bindest du dich an einen Preis, der in der Zwischenzeit fallen kann. Nach der Erstlaufzeit sollte sich der Vertrag nur auf unbestimmte Zeit verlängern – nicht automatisch um ein weiteres Jahr.

✂️

Kündigungsfrist

Bei Stromverträgen, die ab dem 1. März 2022 geschlossen wurden, darf die Kündigungsfrist höchstens vier Wochen betragen. Ältere Verträge dürfen bis zu drei Monate vorsehen – das steht in den AGB. Aus der Grundversorgung kannst du jederzeit mit zwei Wochen kündigen.

🔒

Preisgarantie

Eine eingeschränkte Preisgarantie sichert nur den Energieanteil ab; Netzentgelte, Steuern und Umlagen dürfen trotzdem steigen. Eine vollständige Preisgarantie schützt alles außer Steueränderungen. Sie sollte die gesamte Erstlaufzeit abdecken, also mindestens zwölf Monate.

📨

Sonderkündigungsrecht

Erhöht dein Stromanbieter die Preise, darfst du außerordentlich kündigen. Das gilt auch bei einer Preissenkung, weil sich die Vertragsbedingungen ändern. Die genaue Frist steht im Preisänderungsschreiben. Achtung bei Bonustarifen: Wer vorzeitig kündigt, verliert bei vielen Anbietern den Bonus.

Selbst kündigen musst du in der Regel nicht. Beim Stromanbieterwechsel übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim alten. Du setzt beim Abschluss nur das entsprechende Häkchen und gibst Zählernummer und Marktlokations-ID an. Nur wenn du zu einem festen Termin kündigen willst – etwa wegen eines Umzugs – kündigst du selbst und schriftlich.

→ Vollständige Anleitung zum Stromanbieterwechsel

Die wichtigsten Begriffe beim Stromanbieterwechsel

Beim Stromanbieterwechsel tauchen immer dieselben Begriffe auf. Wer sie kennt, erkennt einen guten Stromtarif in zwei Minuten – und weiß, wo er wirklich sparen kann.

BegriffWas er bedeutetWorauf du achtest
VertragslaufzeitDie Zeit, für die du dich beim Stromanbieterwechsel bindest. Sie beginnt mit dem Lieferbeginn, nicht mit dem Vertragsabschluss.Zwölf Monate. Eine längere Vertragslaufzeit lohnt sich nur bei sehr günstigen Stromtarifen mit vollständiger Preisgarantie.
KündigungsfristDie Frist, die du beim Kündigen einhalten musst. Bei neuen Verträgen ab März 2022 höchstens vier Wochen.Kurze Kündigungsfrist bevorzugen. Bei alten Verträgen die Kündigungsfrist in den AGB prüfen – dort sind bis zu drei Monate erlaubt.
GrundpreisFester Betrag pro Monat, unabhängig vom Stromverbrauch.Bei niedrigem Stromverbrauch besonders wichtig – hier entscheidet der Grundpreis, wie viel du am Ende sparen kannst.
ArbeitspreisPreis je verbrauchter Kilowattstunde, angegeben in Cent pro kWh.Bei hohem Stromverbrauch der entscheidende Wert. Multipliziere ihn mit deinem Jahresverbrauch in kWh.
PreisgarantieZusage, dass bestimmte Preisbestandteile über einen Zeitraum stabil bleiben.Sie sollte die komplette Vertragslaufzeit abdecken. „Eingeschränkt“ heißt: Nur der Energieanteil ist geschützt.
NeukundenbonusEinmaliger Rabatt für neue Kundinnen und Kunden, meist nach zwölf Monaten Belieferung.Nur mitnehmen, wenn du jedes Jahr neu vergleichst. Sonst zahlst du im zweiten Jahr drauf.
GrundversorgungDer Standardtarif deines örtlichen Versorgers, wenn du nie gewechselt hast.Fast immer der teuerste Tarif. Kündigen ist hier jederzeit mit zwei Wochen möglich – ohne lange Kündigungsfrist.
SonderkündigungsrechtRecht, außerhalb der normalen Kündigungsfrist zu kündigen, wenn der Anbieter die Preise ändert.Gilt auch bei Preissenkungen. Der beste Moment für einen neuen Stromanbieterwechsel.
MaLo-ID und ZählernummerKennungen deines Stromzählers, beide auf der Jahresabrechnung.Beim Stromanbieterwechsel angeben – das beschleunigt den Wechsel um Tage.
In einem Satz: Ein guter Stromtarif hat einen niedrigen Grundpreis, einen niedrigen Arbeitspreis, zwölf Monate Vertragslaufzeit, eine Preisgarantie über die volle Vertragslaufzeit und eine Kündigungsfrist von höchstens vier Wochen. Alles andere ist Verhandlungssache.

Bevor du klickst: Die 3 Fehler, die den Wechsel teuer machen

🎣

1. Du vergleichst mit Bonus

Portale zeigen standardmäßig Tarife inklusive Neukundenbonus. Der gilt nur im ersten Jahr – danach zahlst du den vollen, oft überdurchschnittlichen Preis. Filter „Bonus ausblenden“ setzen.

Die Bonusfalle verstehen →
🔒

2. Du übersiehst die Preisgarantie

„Preisgarantie“ heißt oft nur: Garantie auf einen Teil des Preises. Netzentgelte und Umlagen dürfen trotzdem steigen. Achte auf „eingeschränkte“ vs. „vollständige“ Preisgarantie über 12 Monate.

7 Prüfpunkte für Billigstrom →
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3. Du sortierst nach „Beliebtheit“

Die Standard-Sortierung ist keine Preis-Sortierung. Oben stehen beworbene „Null-Platzierungen“. Stelle auf „günstigster Preis“ um – erst dann siehst du die echte Reihenfolge.

Filter-Anleitung →

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Häufige Fragen zum Stromwechsel

Wie lange dauert der Stromanbieterwechsel?

In der Regel 2 bis 6 Wochen, abhängig von der Kündigungsfrist deines alten Vertrags. Den Papierkram übernimmt der neue Anbieter. Seit 2025 muss der technische Wechsel innerhalb von 24 Stunden möglich sein – die Vertragslaufzeit bleibt trotzdem zu beachten.

Kann beim Wechsel der Strom ausfallen?

Nein. Die Versorgung ist gesetzlich garantiert. Scheitert ein Wechsel, fällst du in die Grundversorgung deines örtlichen Versorgers – laut Bundesnetzagentur in die reguläre Grundversorgung, nicht in die teurere Ersatzversorgung.

Was brauche ich für den Vergleich?

Postleitzahl und Jahresverbrauch in kWh. Für den Abschluss: Zählernummer und Marktlokations-ID (MaLo-ID) von der letzten Abrechnung, sowie den Namen des bisherigen Anbieters.

Kostet der Wechsel etwas?

Nein. Vergleich und Wechsel sind für dich kostenfrei. Die Portale werden vom neuen Anbieter bezahlt – auch über unsere Partnerlinks.

Ist Ökostrom teurer?

In der Regel nicht. Ökostromtarife liegen häufig auf dem Niveau konventioneller Tarife oder darunter. Entscheidend ist, ob es „echter“ Ökostrom mit Siegel ist oder nur ein Herkunftsnachweis. Mehr dazu.

Muss ich meinen alten Stromvertrag selbst kündigen?

Normalerweise nicht. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung, wenn du beim Abschluss das entsprechende Häkchen setzt. Kündige nicht zusätzlich selbst – zwei Kündigungen zum gleichen Termin führen regelmäßig zu Verzögerungen beim Wechsel.

Wie lange ist die Kündigungsfrist bei Stromtarifen?

Bei Verträgen ab dem 1. März 2022 höchstens vier Wochen. Ältere Verträge können bis zu drei Monate Kündigungsfrist und eine automatische Verlängerung um zwölf Monate vorsehen – das steht in den AGB deines Anbieters. Die Grundversorgung ist jederzeit mit zwei Wochen kündbar.

Was bedeutet Preisgarantie genau?

Sie legt fest, welche Preisbestandteile für eine bestimmte Zeit unverändert bleiben. Eine eingeschränkte Preisgarantie sichert nur den Energieanteil, eine vollständige alles außer Steuern. Achte darauf, dass die Preisgarantie mindestens so lange gilt wie die Vertragslaufzeit.

Woher weiß ich meinen Stromverbrauch?

Er steht als Jahresverbrauch in kWh auf deiner letzten Jahresabrechnung. Hast du sie nicht zur Hand, hilft die Verbrauchstabelle weiter oben als Richtwert. Gib den Wert im Vergleich möglichst genau an – bei Bonustarifen kann ein zu hoch geschätzter Verbrauch dazu führen, dass der Bonus anteilig gekürzt wird.

Was passiert, wenn mein Anbieter pleitegeht?

Du wirst automatisch vom Grundversorger beliefert (Ersatzversorgung, bis zu 3 Monate). Danach solltest du erneut wechseln – die Ersatzversorgung ist meist teuer.

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