Öffentlich laden kostet je nach Anbieter und Ladeart ein Vielfaches des Haushaltsstroms. Der Unterschied zwischen zu Hause und Schnellladesäule liegt oft beim Dreifachen.
Öffentliche Ladepreise werden pro Kilowattstunde abgerechnet. Die Spannen sind groß, weil jeder Betreiber eigene Tarife setzt und der Preis zusätzlich davon abhängt, mit welcher Ladekarte du bezahlst.
| Ladeart | Typische Spanne je kWh | 60-kWh-Ladung | je 100 km* |
|---|---|---|---|
| Zu Hause, guter Tarif | ca. 19–25 ct | 11–15 € | 3,50–4,50 € |
| Zu Hause, Grundversorgung | ca. 31 ct | rund 19 € | etwa 5,60 € |
| AC-Ladesäule (11/22 kW) | ca. 39–59 ct | 23–35 € | 7–10 € |
| DC-Schnellladen | ca. 49–79 ct | 29–47 € | 9–14 € |
| Ad-hoc ohne Vertrag | oft am oberen Ende | – | – |
* bei 18 kWh Verbrauch je 100 km. Die Spannen sind Orientierungswerte; die konkreten Preise stehen in der Preisliste deines Ladeanbieters.
Blockiergebühr. Viele Betreiber berechnen nach einer bestimmten Standzeit einen Betrag pro Minute – auch wenn dein Auto längst voll ist. Gedacht ist das gegen Dauerparker, bezahlt wird es von allen, die es nicht wissen.
Roaming-Aufschlag. Lädst du mit der Karte von Anbieter A an einer Säule von Betreiber B, kommt ein Aufschlag dazu. Der kann den Preis pro Kilowattstunde deutlich erhöhen.
Grundgebühr. Manche Ladetarife haben eine monatliche Grundgebühr, die sich erst ab einer bestimmten Lademenge rechnet. Bei gelegentlichem Laden zahlst du drauf.
Ad-hoc-Preise. Ohne Vertrag direkt per Karte oder App zu zahlen ist bequem und meist die teuerste Variante.
Welche Karte für dein Fahrprofil passt, steht im Ladekarten-Vergleich.
Nimm deinen Jahreskilometerstand, teile ihn durch 100 und multipliziere mit deinem Verbrauch je 100 Kilometer. Das ergibt deinen Jahresbedarf in Kilowattstunden. Schlage 10 Prozent Ladeverluste drauf. Verteile die Summe dann auf deine Ladeorte.
Beispiel: 15.000 km, 18 kWh je 100 km ergibt 2.700 kWh, mit Verlusten rund 3.000 kWh. Bei 80 Prozent zu Hause zu 22 ct und 20 Prozent unterwegs zu 59 ct: 2.400 kWh mal 0,22 Euro plus 600 kWh mal 0,59 Euro ergibt etwa 882 Euro im Jahr.
Zwei Menschen mit demselben Auto und derselben Fahrleistung können sich in den jährlichen Stromkosten um mehrere hundert Euro unterscheiden – allein dadurch, wo sie laden.
| Ladeverhalten | Mischpreis je kWh | 3.000 kWh im Jahr |
|---|---|---|
| 100 % zu Hause, guter Tarif | ca. 22 ct | rund 660 € |
| 80 % zu Hause, 20 % öffentlich AC | ca. 29 ct | rund 870 € |
| 50 % zu Hause, 50 % DC | ca. 44 ct | rund 1.320 € |
| 100 % öffentlich DC | ca. 65 ct | rund 1.950 € |
Der Sprung von der ersten zur letzten Zeile beträgt rund 1.300 Euro im Jahr. Wer keine eigene Lademöglichkeit hat, sollte deshalb sehr genau rechnen, ob sich ein Elektroauto in seiner Situation trägt – oder ob eine Ladelösung am Wohnort, etwa über die Eigentümergemeinschaft oder den Vermieter, der eigentliche Hebel ist.
Die Technik ist aufwendiger, der Netzanschluss stärker dimensioniert, und Betreiber zahlen für hohe Anschlussleistung höhere Netzentgelte. Das schlägt auf den Preis pro Kilowattstunde durch.
Wenn du regelmäßig zu Hause laden kannst, ja – die Differenz zum öffentlichen Laden liegt oft bei mehreren hundert Euro im Jahr. Details zur Entscheidung Wallbox gegen Steckdose stehen auf der Autostrom-Seite.
Neuere Ladepunkte müssen eine Zahlung mit gängigen Karten ermöglichen. An älteren Säulen brauchst du weiterhin eine Ladekarte oder App.
Ein Vergleich dauert etwa fünf Minuten. Du brauchst nur Postleitzahl, Jahresverbrauch und deine Zählernummer für den Abschluss. Je höher dein Anteil an Ladungen zu Hause, desto mehr bringt der Wechsel.
Stromtarife vergleichen →Stand: September 2026. Ladepreise ändern sich häufig und unterscheiden sich je Betreiber und Tarif. Verbindlich ist die Preisliste deines Ladeanbieters.
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Claudia BüchlerOnline-Business-Mentorin. Mehr über die Redaktion